Ledereigenschaften

Engelmeier erklärt:

Das Leder 1x1

Wie vielseitig das Leder und das jeweilige Produkt sein kann, ist nicht immer in einem Satz gesagt. Da gibt es eine Menge zu beachten und zu unterscheiden – denn Leder ist noch lange nicht gleich Leder!
Für uns ist es daher von großer Bedeutung dem Kunden den besten Möglichen Einblick in die Produktvielfalt zu geben und Ihn über die wesentlichen Informationen aufzuklären.

Da wir hier im Online Shop nicht den persönlichen Kundenkontakt zu dir haben, soll diese Info-Sammlung ein Gespräch mit uns bestmöglich ersetzen.

Perfekt unperfekt

#Lederliebe

Wer bei einem hochwertigen und mit Liebe zum Detail verarbeiteten Lederstück einmal genauer hinsieht, der erkennt schnell, dass jedes Leder eine eigene Geschichte erzählt. Der tierische Rohstoff ist das Sinnbild für perfekte Unvollkommenheit aus der Natur.
Das dann angewandte Gerbverfahren, sowie Verarbeitungs- und Aufbereitungsmethoden sind entscheidend für die Optik und Haptik des Endresultats. Da jedes Leder den Verarbeitungsprozess anders aufnimmt, unterstreicht ein voneinander abweichendes Ergebnis die Einzigartigkeit und Echtheit des Produktes.  

Entdecke jetzt die ganz individuellen Eigenschaften eines nachhaltigen Naturproduktes!

LEDER IN GANZER FÜLLE

Die Vielseitigkeit

„geschmeidig und stabil in einem – geht denn das?“
Ja! Bei Leder ist das kein Problem!

Welchen Charakter das Leder am Ende bekommt, entscheidet natürlich in erster Linie das Gerbverfahren und die abschließende Be- und Verarbeitungsmethode.
Eines haben sie jedoch alle gemeinsam… ihren unverkennbaren Wert und die zuverlässige Beschaffenheit!

…geschmeidig, flexibel, elastisch – hart, stabil & reißfest…  sind nur eine Auswahl der Eigenschaften, welche jedes Leder für sich sprechen lassen.
Dabei kann es von elegant, edel und anmutig bis hin zu robust, solide und derbe erscheinen.

Rindleder

Sehen wir irgendwo ein großartiges Lederschmuckstück, haben wir schnell die Assoziation „Rindleder“ im Kopf.
Diese sekundenschnelle Verknüpfung hat einen Grund!
Denn Rindleder ist die wohl mit Abstand am häufigsten verwendete Tierhaut in der Produktion von Leder.

Das klassische Rindleder ist stabil und strapazierfähig.
Je nach Verarbeitungsweise kann es auf ganz vielfältige Art zur Geltung kommen und dabei in der Narbenintensität variieren.

Büffelleder

Variation: Wasserbüffelleder

Im Büffelleder ist ein stabiles und robustes Leder.
Gegensatz zum Rindleder ist das Büffelleder wesentlich tiefer und auffälliger durch Faserstruktur und natürliche Hautporen geprägt. 

Green Belts

Das Leder

In der Ledermanufaktur der Firma Green Belts, mit Sitz im deutschen Fürstenau, kommen ausschließlich vegetabil (pflanzlich) gegerbte, europäische Lederhäute zum Einsatz.
Das Leder aller Green Belts Produkte ist ECO-Fair Qualifiziert und dieses Siegel tragen alle Green Belts Familienmitglieder wahrhaftig mit Stolz!
Einer schöner als der Andere präsentieren sie ihre gelungenen Kombinationen aus rein pflanzlich gegerbtem Rindleder und nickelfreiem Messing. Festes Sattlergarn verschnürt beide Komponenten abschließend zu einer untrennbaren Einheit.

Hier ist Qualität im Spiel!

Green Burry

Das Leder

Im deutschen Ratekau verarbeitet die Firma Green Burry das unverkennbare Leder auf stets zuverlässige Weise zu einzigartigen und langlebigen Kollektionen.
Das traditionell angeschliffene und zu guter Letzt mit Bienenwachs veredelte Green Burry Leder im used-Look ist ein wahrer Star unter den hochwertigen Echtlederprodukten.

Egal ob Rindleder oder Büffel… die verschiedenen Kollektionen haben ihren jeweils eigenen Charm.
Die natürliche Patinabildung hebt die Green Burry Produkte mit der Zeit stilvoll hervor.

Schlicht und gradlinig… in jeder Situation der perfekte Begleiter!

Das Leder arbeitet

Die Patinabildung

Die geschlossene Lederoberfläche, die sogenannte Patina, wird bei naturbelassenem Leder durch den Träger selbst aufgetragen.
Wie du das machst? Völlig unbewusst bei jedem Gebrauch!
Durch das körpereigene Hautfett, die Körperwärme, Schweiß und normale Abnutzung wird das Leder zum „arbeiten“ animiert. Das zugeführte natürliche Fett im Leder erwärmt sich und verschafft dem Leder im Gebrauch einen neuen und individuellen ‚Glanz‘.
Denn jeder trägt sein Lederprodukt auf eigene Weise.
So wird ein Portemonnaie in der Gesäßtasche schneller eine Patinabildung aufweisen als ein Portemonnaie in der Handtasche. Ebenso wird die Rückseite eines Rucksacks beispielsweise schneller die Patina gebildet haben als dessen Vorderseite.
à Bis zur vollständig geschlossenen Patina kann es zu unbedenklichen Abfärbungen kommen.

Patina = speckig werden; Leder dunkelt nach

Vollleder

Ist sowohl das Scheinfach als auch das Münzfach mit einer Lederschicht ausgeschlagen, so spricht man von einer Vollleder-Ausstattung. An dieser Stelle wurde auf jedwedes andere Material wie beispielweise Nylon oder Stoff verzichtet.

Bei Vollleder handelt es sich außerdem um ein festes Leder, welches im Verarbeitungsprozess von der Unterseite aus auf die gewünschte Dicke gebracht wird.
Bei der Weiterverarbeitung darf die Narbung je nach Design geringfügig überarbeitet werden.

Sattelleder

Produkte aus Sattelleder werden aus ca. 4mm starkem, in der Regel Rindleder, hergestellt. Aber auch andere Lederhäute können zu Sattelleder verarbeitet werden.
Das widerstandsfähige Leder ist besonders fest und strapazierfähig – gleichzeitig besitzt Sattelleder aber auch die hervorragende Eigenschaft mit der Zeit einen wunderbaren Veränderungsprozess zu durchlaufen.
Es wird schöner und geschmeidiger, die Patinabildung setzt ein und nimmt mehr und mehr zu.

Sattelleder hält, was es verspricht!
Die Eigenschaften dieses Leders machen es unter anderem perfekt dazu geeignet, als Gürtel zu fungieren!

GENARBTES LEDER

Ein genarbtes Leder oder auch grobnarbiges Leder bezeichnet die Oberseite – die Narbenseite – der Haut.
Die Narbung ist hier mit gegebenen Unregelmäßigkeiten deutlich zu erkennen.

Glattleder

Mit Glattleder werden in der Regel Versiegelte und Oberflächengefärbte Leder bezeichnet.

Die Oberseite aller Häute, ganz unabhängig von der Rasse und natürlichen Narbung des Tieres, ist immer ein Glattleder.

Entsprechende Verarbeitungsweisen bereiten das Leder für ein differenziertes Design weiter auf.

Geöltes Leder

Ist ein Leder im Verarbeitungsprozess geölt, wurde gezielt auf das Färben und Versiegeln der obersten Schicht verzichtet. Das stattdessen verwendete Öl ist tief in die Poren eingezogen und verleiht diesen Lederprodukten den besonderen Charm. Für das End-finishing wird ein geöltes Leder geschliffen und poliert oder rau aufgebürstet.

… und für den Rest bist du verantwortlich! 😊
Die geschlossene Lederpatina, und damit die unverkennbare Einzigartigkeit eines jeden Produktes, bildet sich durch Körperwärme und Abnutzung im Gebrauch.

Ein geöltes Leder ähnelt in seinen Eigenschaften dem gewachsten Leder.

Variation: leicht geöltes Leder

GEWACHSTES LEDER

Ist ein Leder im Verarbeitungsprozess gewachst, wurde gezielt auf das Färben und Versiegeln der obersten Schicht verzichtet. Das stattdessen verwendete Wachs ist tief in die Poren eingezogen und verleiht diesen Lederprodukten den besonderen Charm. Für das End-finishing wird ein gewachstes Leder geschliffen und poliert oder rau aufgebürstet.

… und für den Rest bist du verantwortlich! 😊
Die geschlossene Lederpatina, und damit die unverkennbare Einzigartigkeit eines jeden Produktes, bildet sich durch Körperwärme und Abnutzung im Gebrauch.

Ein gewachstes Leder ähnelt in seinen Eigenschaften dem geölten Leder.

Variation: leicht gewachstes Leder

Nappaleder

Für die Herstellung von Nappaleder kommt ein vollnarbiges Glattleder zum Einsatz. Die spezielle Verarbeitungsweise hin zum ‚Nappa-Leder‘ kann dabei sowohl auf Rind-, als auch auf andere Häute wie beispielsweise Büffelleder angewandt werden.

Das Ergebnis von Nappaleder ist ein besonders weich gegerbtes Voll-Leder. Es liefert dir einen weichen Griff und ein angenehmes Tragegefühl.

Vintage Look

Das Leder

Wer kennt es nicht… zufällig findet man auf dem Dachboden Omas alte Reisetasche wieder und ist sofort verliebt! Das Leder ist weich, geschmeidig, glänzend und wunderbar eingetragen! Die Struktur und Maserung zeigt sich von ihrer besten Seite und setzt das alte Schmuckstück gekonnt in Szene! …
Dieser ‚Vintage Look‘ oder auch Produkte im ‚Vintage Style‘ werden heute in der Verarbeitung so aufbereitet, dass dieser Effekt verstärkt wird.
Eine hochwertige Lederqualität untermauert diesen Effekt Maßgeblich!
Oberste Schichten Rind und Büffelleder eigenen sich hervorragend dazu, diesen Effekt durch die Verarbeitungsweise im Vintage Look nicht nur optisch zu tragen, sondern tatsächlich an die nächste Generation weitervererbt zu werden.

FAQ Leder

Neben unterschiedlichen Gerbverfahren und Verarbeitungsmethoden macht vor allem die Lederschicht den feinen Unterschied! Je höher und dicker die Lederschicht, um so fester das Leder.

Als Patina bezeichnet man die, durch das Be- und Abnutzen hervorgerufene geschlossene Schicht an der Lederoberfläche. Deine natürliche Körperwärme, Körperfett, Schweiß und alltägliche Gebrauchsspuren begünstigen den Prozess der Patinabildung maßgeblich. Von mal zu mal wird dein Produkt schön!

Nein, das Leder muss zunächst eingetragen werden, damit sich die sogenannte Patina bilden kann. Ist dieser Zustand erst einmal erreicht, hat das Leder sowohl Optik als auch Haptik geändert! Das Leder ist jetzt geschlossen. Es wird weicher, geschmeidiger und einfach noch schöner als am Anfang!

‚Offenbare was in dir Steckt‘ ist an dieser Stelle wohl eine ehr zutreffende Aussage.
Deine natürliche Körperwärme, dein Hautfett, Schweiß und eine natürliche Abnutzung im Alltag sorgen dafür, dass es das Leder so richtig schön gemütlich hat! Auf diese Weise werden die natürlichen Inhaltsstoffe angeregt und verschließen im Laufe der Zeit die Lederoberfläche. Das Produkt wirkt nun eher „speckig“, glänzend, statt stumpf und matt.

Um ehrlich zu sein, solltest du dein neues Lieblingsprodukt einfach nach Lust und Laune eintragen! Auf diese Weise hast du die meiste Freude und den natürlichsten Effekt!
Je häufiger du dein neues Lieblingsprodukt im Gebrauch hast, umso schneller bildet sich die Patina. Also raus aus dem Schrank und rein in den Alltag!
Wenn es dir also im alltäglichen Gebrauch zu lang dauert, kannst du dein Lederprodukt auch zwischendurch einfach mal zur Hand nehmen und es deiner Körperwärme aussetzen!
Wir wünschen dir viel Freude mit deinem Produkt und dem Prozess der Patinabildung!   

Nein. Nicht jede Lederart ist darauf ausgelegt eine Patina bilden zu müssen. Zu den Lederarten, welche eine Patina bilden, zählen vor allem feste Oberflächen- und Vollleder sowie Fettleder aus geölter und gewachster Verarbeitungsweise.
Wie ausgeprägt die Patinabildung letztendlich stattfindet hängt von der Beschaffenheit des Produktes und von der Art der Nutzung und des Tragens ab. Davon abhängig ist demnach auch die Zeitspanne, in welcher das Leder die Patina vollständig gebildet hat.
Lederarten, welche nicht auf das Bilden einer Patina ausgelegt sind, greifen sich im Alltag lediglich ab und werden dadurch leicht glänzend, zB. Nappaleder.

Die Haptik eines Leders kann mit dem „Griff“ oder der „Griffigkeit“ gleichgesetzt werden. Allgemein bezeichnet man als haptische Wahrnehmung den Tastsinn und das damit verbundene Erfühlen der Eigenschaften eines Gegenstandes.
Ob weiches Nappaleder, Fettleder (geölt | gewachst) oder beschichtete und versiegelte Lederarten… Sie alle haben eine andere Haptik und durchlaufen einen individuellen Veränderungsprozess.